Im Zusammenhang mit dem World Wide Web ist ein Lesezeichen ein Uniform Resource Identifier (URI), der für einen späteren Abruf in einem der verschiedenen Speicherformate gespeichert wird. Alle modernen Webbrowser verfügen über Lesezeichenfunktionen.
Im Internet Explorer und Microsoft Edge werden Lesezeichen als Favoriten oder Internetverknüpfungen bezeichnet, und aufgrund des großen Marktanteils dieses Browsers sind diese Begriffe seit dem ersten Browserkrieg ein Synonym für Lesezeichen.
Auf Lesezeichen wird normalerweise über ein Menü im Webbrowser des Benutzers zugegriffen, und zur Organisation werden üblicherweise Ordner verwendet. Zusätzlich zu den Lesezeichenmethoden in den meisten Browsern bieten viele externe Anwendungen die Verwaltung von Lesezeichen an.
Oft wird in den Lesezeichen neben dem Titel der Seite auch ihr Favicon angezeigt, um sie schneller finden zu können. Außerdem besteht die Möglichkeit, über sogenannte Bookmarklet JavaScript-Anweisungen als Lesezeichen abzuspeichern.
Mit dem Aufkommen des Social Bookmarking sind gemeinsame Lesezeichen für Nutzer mit ähnlichen Interessen zu einem Mittel geworden, um Webressourcen gemeinsam zu nutzen oder um ihre Lesezeichen so zu speichern, dass sie nicht an einen bestimmten Computer oder Browser gebunden sind. Webbasierte Bookmarking-Dienste ermöglichen es den Benutzern, Lesezeichen auf einem entfernten Webserver zu speichern, der von überall aus zugänglich ist.
Neuere Browser haben die Funktion „Lesezeichen“ um Variationen des Konzepts der Speicherung von Links erweitert. Mozilla Firefox führte 2004 Live-Lesezeichen ein, die normalen Lesezeichen ähneln, aber eine Liste von Links zu aktuellen Artikeln enthalten, die von einer Nachrichtenseite oder einem Weblog bereitgestellt werden, das regelmäßig über RSS-Feeds aktualisiert wird; Mozilla entfernte diese Funktion jedoch 2018. „Bookmarklets“ sind als Lesezeichen gespeicherte JavaScript-Programme, die angeklickt werden können, um eine Funktion auszuführen.
Diktion
Impressum
Datenschutz